Die Stadtkirche in Betzenstein

Am 27. Oktober 1748 wurde das Betzensteiner Gotteshaus eingeweiht. Freilich war diese Kirche nicht die erste, die in Betzenstein stand. Es gab eine Vorgängerkirche, die auf einer Federzeichnung um 1650 skizziert ist. Vermutlich wurde sie um 1350 errichtet und stand an der gleichen Stelle wie die jetzige Kirche. Sie war etwas kleiner und von einem Friedhof umgeben. St. Mariä Geburt wurde sie genannt und bis heute wird die Kirchweih am 1. Sonntag im September, an ‘Mariä Geburt’ gefeiert.

Da die Kirche St. Mariä Geburt baufällig geworden war, mußte sie 1732 abgerissen werden. Heute steht an ihrer Stelle eine einschiffige Barockkirche mit Chorturmanlage. Im Bautypus entspricht sie den protestantischen Landkirchen des Nürnberger Gebietes. Nachdem am 28. Juli 1739 der Turmdachstuhl aufgesetzt wurde, war der Rohbau fertig. Allerdings zogen sich die Arbeiten an der Innenausstattung noch über Jahre hin. Die Gottesdienste in der nicht fertigen Kirche wurden wohl 1736 wieder aufgenommen, darauf deutet die Jahreszahl über dem Chorbogen hin.

Es lohnt sich die Betzensteiner Stadtpfarrkirche zu besichtigen. Ein eindrucksvoller, festlicher Raum erwartet den Eintretenden. Der Blick wird gleich auf den an schönen Tagen sonnendurchfluteten Altarraum gezogen. Ein Kirchenraum, der einlädt zum Schauen und Verweilen.

Noch viel Wissenswertes über die Betzensteiner Kirche und die Hüller Kirche kann man aus dem Kirchenführer erfahren. Er ist zu bestellen beim ev. Pfarramt Betzenstein (Tel: 09244/226; e-mail: pfarramt.betzenstein@elkb.de).